Friedrichshain – Pimp deine Kneipe

31. Oktober 2012


Letzter Tag der Nominierungsrunde, ein paar Stunden bleiben noch, also ran an die Stimmzettel! Dafür Formular ausfüllen und schon könnte es auch eure Berliner Kneipe in die zweite, entscheidene Voting-Runde für den Tapetenwechsel geschafft haben.

Diesmal im Fokus, die Red Roooster Bar. Für alle, die diese Lokalität bis jetzt noch nicht gesehen und live erlebt haben, klärt Leiter Louis alle wichtigen Fakten rund um die Bar und warum gerade ihnen ein Tapetenwechsel gut stehen würde.

 

Wer bist Du, wo sind wir hier?
„Ich bin Louis und Leiter der Red Rooster Bar in Friedrichshain, Grünberger Straße. Die Bar gibt es seit 1998 und sie ist quasi schon ein Traditionsbetrieb in diesem Viertel. Ich selbst bin brandneu mit an Bord, seit zwei Monaten kümmere ich mich um das Management des Red Roosters.“

 

Wie würdest Du den Style deiner Kneipe beschreiben?
Louis: „Auf jeden Fall kuschelig, ein bisschen romantisch. Wir haben unter anderem große Chesterfield-Sofas, ein paar alte Koffer stehen in den Ecken, ein Globus und einen Kronleuchter haben wir auch. Die Stuckornamente an der Decke verleihen dem Lokal einen besonderen Charme – ist alles ein bisschen wie in einer Berliner Altbauwohnung. Vielleicht kann man unseren Style als ‚New Romantic‘ mit Barockelementen bezeichnen.“

 

Hast Du Vorstellungen, wie Deine Bar nach dem Tapetenwechsel aussehen sollte?
Louis: „Ich möchte in der Bar Akzente setzen, die den Laden ein wenig schicker wirken lassen – z.B. einzelne Flächen oder Säulen tapezieren lassen. Wir wollen keine Fünf Sterne-Bar sein oder eine noble Cocktail-Bar werden – obwohl wir hier sehr gute Cocktails haben. Sondern wir möchten kleine, aber wirkungsvolle Akzente setzen, vielleicht auch den Toiletten einen Look verpassen. In erster Linie möchte ich aber unseren Veranstaltungsraum erneuern, den wir für Geburtstage, Hochzeiten, Buffets und andere Veranstaltungen nutzen. Dann hätten wir noch einen weiteren Raum, den wir gerne in eine Art eleganten Salon umgestalten möchten. Das kann man mit Tapeten sicher ganz gut machen.”

 

Warum würden die Berliner ungern auf Deine Bar verzichten?
Louis: „Wir haben eine recht exponierte Lage. Eine Friedrichshainer Bar, aber halt auf der anderen Seite der Warschauer Straße. Wir sind also nicht wirklich im touristischen Eck. Zu unseren Gästen zählen vor allem einfach die Friedrichshainer, viele Künstler und Musiker. Ich lebe schon seit zehn Jahren hier und kenne noch die Zeit, in der es in der Simon-Dach-Straße eine oder zwei Bars gegeben hat und das Viertel noch kein Magnet für Menschen aus der ganzen Welt war. Wir freuen uns natürlich auch über jeden Touristen! Aber ab und zu wünscht sich der Friedrichshainer einen Rückzug aus diesem Trubel. Davon heben wir uns bewusst ab und kriegen so eine gute Mischung hin, mit der sich jeder Gast ganz gut fühlt.“

 

Welche sind die besten Abende bei Euch in der Bar?
Louis: „Um das zu beantworten, bin ich wahrscheinlich noch nicht lang genug mit dabei. Ich leite die Bar erst seit Kurzem und wir sind gerade dabei, wieder ein Programm auf die Beine zu stellen. Es gab früher schon Lesungen, Kinoabende, Konzerte und dergleichen in der Bar – so etwas ist natürlich immer toll und das wollen wir wieder ausbauen. Die Bar erlebt momentan also auch im Inneren einen Tapetenwechsel.“

 

Ein Schlusswort über Deine Kneipe?
Louis: „Wir haben so einiges vor mit dem Red Rooster. Auf jeden Fall wird es hier wieder eine interessante und spannende Ecke in Friedrichshain geben – da würde auch ein äußerlicher Tapeten­wechsel perfekt passen.“