imm Möbelfieber

21. Januar 2011


Wie könnte ein Messetag besser beginnen als mit einer netten neuen Bekanntschaft? Wir haben uns für die Eroberung der Messehallen mit Anke getroffen, eine der Gewinnerinnen unserer Kartenverlosung. Schon unsere gemeinsame Bahnfahrt zur imm bot viel Möbelmessengesprächsstoff. Wenn Aussteller und Messebauer beim friedlichen Ruckeln der KVB aufeinander treffen, finden echte Insidergespräche statt. So erfuhren wir, dass so ein Messebauer bis zu 16 Stunden mit dem Aufbau beschäftigt ist und das fast eine Woche lang. Beim Thema Abbau reichte eine beschwichtigende Geste und ein angedeuteter Fußtritt um die Praxis und Kunst des Abbauens zu begreifen. Zumindest schön, dass diese Knochenarbeit zum Schluss nicht mehr nur etwas für Filigrantechniker ist.

Richtig eingestimmt auf den Tag, betraten wir mit Feuereifer die Messehallen, geschäftiges Treiben um halb 10 Uhr. Viele gut gekleidete Herren und Damen im internationalen Plausch über die neusten Trends in Sachen Einrichtung. Der Start unseres Messebesuchs führte uns in Halle 11, wo wir floral von tulpenförmigen Sesseln begrüßt wurden. Beim Wandeln durch die endlos großen Hallen fanden sich auch sturmbeständige 60 Kilogramm schwere Sonnenliegen der Firma punkalive aus Finnland, die uns bereitwillig von der Herstellung ihrer Möbel berichteten. Die Stücke haben durchaus ihren Reiz und wurden vom Designer Karim Rashid entworfen.

Bei Miinu gibt es Trittschalldämmer der besonderen Art – Union Jack gefällig? An ihrem Stand konnte man zudem sehen, dass man  beim Thema Sitzen auf faltbare Waren setzen kann. In Zeiten von überteuertem Großstadtwohnraum keine völlig unnütze Anschaffung, um platzsparend zu leben.

Eine Mischung aus Faszination und Verwunderung traf am Stand von Riva 1920 auf uns. Dort stehen Holzmöbel mit jahrhunderte langer Geschichte. Ein riesiger Tisch aus dem Holz eines 48.500 Jahre alten neuseeländischen Baumes wird dort einer neuen Bestimmung zugeführt. Weiteres Insiderwissen fanden wir bei Candy/Carina ein Möbelhersteller, der eigens für die Messe sündhaft teure Dekokissen anfertigen ließ. Da sie die ungeteilte Aufmerksamkeit sofort auf sich zogen, musste ein zweiter Blick riskiert werden. Kissen aus gummibeschichteten oder metallgewebten Ornamentstoffen sind wirklich ein absoluter Hingucker, mit einem geschätzten Meterpreis von bis zu 200 Euro aber tatsächlich nur als Messeeinzelstück zu gebrauchen. Man stelle sich vor, der heimische Stubentiger bekäme ein solches Kissen in die Klauen. Viele Hallen weiter fand sich ein Hocker mit interessanter Konstruktion, der Praxistext vor Ort bewies allerdings, dass dies nur etwas für eingefleischte Designsammler ist aber wie immer einfach schön anzusehen. Gelebtes Holz begegnete uns an einem geförderten Stand des Wirtschaftsministeriums. Tom Thiels Holzmöbel sind aus schon einmal verarbeiten Materialien hergestellt. Also Möbel mit echter Geschichte. Reges Treiben herrscht dieser Tage an vielen Ständen und auch beim Deutschen Tapeten-Institut finden sich viele interessierte Messebesucher ein, um ihren Horizont mit den neusten Kollektionen zu erweitern. Direkt neben den Tapetenbahnen gibt es einen erleuchtenden Stand mit vielen Lichtobjekten der besonderen Art.

Die imm bietet viele neue und einzigartige Ausstellungsstücke, die gewiss jedes Zuhause verschönern. Fair-Trade-Produkte sind so zum Beispiel keine Theorie mehr. Bei unseen products kann man Sitzmöbel mit Steinanmutung bewundern. Unzählige Stände und noch mehr Möbel warten noch bis zum 23. Januar auf Ihre Entdeckung. Also nichts wie auf zur imm, es lohnt sich!


Zum Abschluss der Messe werden wir nächste Woche noch einmal auf die absoluten Messehighlights blicken und ein Fazit zur diesjährigen imm treffen.
(Quelle Vorschaubild/ Galerie: imm cologne  fotografiert von Anke Herrmann)