Kopenhagen- zu schön zum Verschlafen

22. September 2010


Kopenhagen, Heimat der Lille Havfrue – uns besser bekannt als kleine Meerjungfrau, hat viel kreatives Potential. Die Hauptstadt Dänemarks ist hip und seit vielen Jahren ein anziehendes Zentrum für junge Designer und Künstler. Istegade, Vesterbro, Nørrebro sind die Viertel mit dem richtigen Riecher für aktuelles Zeitgeschehen. Und auch in Sachen Architektur hat Kopenhagen einiges zu bieten, neue Bauten schießen wie Pilze aus dem Boden und prägen das ständig wechselnde Antlitz der Stadt. Die neue Oper und viele individuelle Cafés und Kneipen sind Ausdruck dieses kreativen Lebensgefühls.

Ein weiterer Beweis für die künstlerische Ader der Trendstadt, ist das Hotel FOX mitten im Herzen der Metropole. Das, als CO2-neutral ausgezeichnete Hotel bietet individuellen Charme in jedem Winkel des Gebäudes.

61 Räume, 21 Künstler, 1000 Ideen – unter diesem Motto stellen die Verantwortlichen ihr eigenes Konzept vor. Herausgekommen sind unendlich facettenreiche und absolut sehenswerte Kunstschlafstätten. Dabei hat die international angetretene Künstlerriege einen Mix aus Grafik Design, Illustration und urbaner Kunst geschaffen und sich in jedem Zimmer eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Unterschiedlichste Strömungen beeinflussten die Kreativen in ihrem Schöpfungsprozess. Allen voran die Gestaltung des französischen Künstlers WK, der mit seinen schwarzweiß getragenen Kompositionen versucht, die Faszination der menschlichen Bewegung einzufangen.  Auch deutsche Arbeiten prägen den Look des Hotels. Birgit Amadori, die mit ihren märchenhaft anmutenden Konzepten aufwartet, Anke Vera Zink mit farbenfroher Ornamentik und im Kontrast dazu Andreas Mindt, der mit seinen grafisch reduzierten Werken überzeugt, sind weitere Beispiele für die kreative Vielfalt der Kopenhagener Herberge.

Der Schweizer Benjamin Güdel wollte dagegen, mit seiner Umsetzung die ultimative Alpen-Kitsch-Szenerie kreieren. E-Type eher durch klassische Typokontraste das Schlafgemach ins rechte Licht rücken. Unendlich viele Eindrücke bleiben haften, da die Schlummerstätte so viele Strömungen zu bieten hat, dass eine genaue Kategorisierung des Stils aus Prinzip unmöglich gemacht wird.

Ein bunter Mix aus Formen und Farben findet hier ein Zuhause und auch asiatische Einflüsse schlummern im FOX, in den Zimmern 204 und 212 empfängt italienische Mangakunst die Gäste des Hotels, der hier  durch seine Arbeit verewigte Künstler Simone Legno hat eine starke Affinität zur fernöstlichen Kultur, die er mit gezielten Akzenten gekonnt zum Ausdruck bringt.

Das Fazit fällt an dieser Stelle recht eindeutig aus: Egal wo man in diesem in Kollaboration mit VW entstandenem Hotel sein Haupt zur Nacht bettet (so gibt es etwa ein 3-Tagesangebot, bei dem man jeden Tag in einem anderem Raum nächtigt), jedes der 61 Zimmer ist ein Refugium der kreativen Künste und lohnt einen genauen Blick – mit wachem Auge.

(Quelle Vorschaubild: Hotel FOX)