Kreuzberg macht den Anfang – Pimp deine Kneipe

19. Oktober 2012


Nachdem die Berliner fleißig ihre Lieblingskneipen in Szene setzen, in dem sie ihre Stammplätzchen für einen potenziellen Tapetenwechsel vorschlagen – was noch bis zum 31.Oktober für jede Berliner Lokalität möglich ist – haben wir uns schon mal auf den Weg zu den ersten möglichen Renovierungs-Hotspots der Hauptstadt aufgemacht. Viel Flair und nette Menschen sind uns dabei begegnet, die mit eurer Hilfe und eurer Stimme nach der Nomierungsphase sowie der darauf folgenden Votingphase neuen Glanz und individuellen Charme in ihre Kiez-Treffpunkte zaubern können.

In Kreuzberg haben wir uns mit Mirco in Berlins erster Kickerbar, dem Platzwart, getroffen. Was er über seinen Schatz zu berichten hat, und wie er sich eine Zukunft mit Wandbekleidung vorstellen könnte, seht ihr im Interview.

 

Wer bist Du, wo sind wir hier?
„Ich bin Mirco, Inhaber von der Kickerbar Platzwart – die erste Kickerbar Berlins.“

Wie würdest Du den Style deiner Kneipe beschreiben?
Mirco: „Eigentlich nicht wirklich als Kneipe – wir haben uns absichtlich für den Untertitel ‚Kickerbar‘ entschieden, weil ich ganz bewusst das Kickern aus dieser etwas spelunkigen Kneipenumgebung herausholen wollte. Wir haben es mehr wie eine Lounge gestaltet, deshalb auch die Sofaecken und eben diese bunte Tapete.“

Wann gab es den letzten Tapetenwechsel in Deiner Bar?
Mirco: Uns gibt’s gerade erst drei Jahre, deshalb gab es bisher noch gar keinen Tapetenwechsel. Ein paar Ecken müssten dann langsam doch ausgebessert bzw. erneuert werden.”

Warum hat gerade Deine Kneipe einen Kneipenwechsel verdient?
Mirco: Weil unsere Bar für einen nicht unerheblichen Teil der Kickerszene zu einem zweiten Wohnzimmer geworden ist, da sollen sich die Gäste weiterhin auf Dauer wohlfühlen.”

Hast Du Vorstellungen, wie Deine Bar nach dem Tapetenwechsel aussehen sollte?
Mirco: Auf jeden Fall sollte es Gemütlichkeit ausstrahlen. Nichts Knallbuntes, nichts Flippiges – es soll in erster Linie gemütlich bleiben.”

Und Gemütlichkeit kriegt man mit Tapeten an den Wänden gut hin?
Mirco: Ich finde, dass Tapete sich dazu super eignet. Ich hatte vor der Eröffnung mit dem Gedanken gespielt, eine Wand komplett in Weinrot zu streichen – diese Idee ist mittlerweile nur leider ziemlich abgegriffen. Jetzt finde ich, dass Retro-Tapeten eine gute Alternative sind. Zum Beispiel habe ich die Tapete bei den Lampen auch wieder aufgegriffen, die mit derselben Tapete bespannt sind – mit einem Blick fürs Detail kriegt man da ganz raffinierte Sachen hin.”

Was macht Deine Bar und die Atmosphäre im Platzwart aus?
Mirco: Wir haben sehr viele Stammgäste, da kennt man sich untereinander. Es ist gar kein Problem, alleine vorbeizukommen – man trifft eigentlich immer ein paar Freunde, um hier einen gemütlichen Abend zu verbringen. Daneben ist unsere Bar der Spielsitz des ersten einge¬tra¬genen Kickervereins Berlins. Rein räumlich ist das Besondere, dass wir unsere Sofawiese auf dem Podest so hoch gelegt haben, dass man gemütlich sitzend beim Kickern zuschauen kann – das ist eine Sache, die in anderen Bars komplett fehlt. Da haben wir wirklich Augen¬merk draufgelegt, dass das Kickern auch für die Zuschauer interessant ist. Wenn eine Gruppe zum Kickerspielen kommt, wollen die anderen ihren Freunden natürlich auch beim Kickern zugucken können.”

Ein Schlusswort über Deine Kneipe?
Mirco: Die Bar ist mein Baby, mein Wohnzimmer, und ich bin stolz wie Bolle, dass meine Vorstellungen so gut angenommen wurden und alles von Anfang an so gut läuft. Ob Profikicker, ob Hobbykicker oder zufällige Gäste: Alle sagen, dass sie sich hier sauwohl fühlen, dass es ein gemütliches Ambiente ist und dass man immer noch super Kickern kann – auf diesen Spagat bin ich schon sehr stolz.”

 

Und auch in der kommenden Woche bleiben wir in Kreuzberg. Besuchen Halil im Voegelchen und werden euch auch seine Meinung zum Thema Tapetenwechsel mitteilen.

Für alle, die jetzt denken, meine Kneipe hätte ein Aufhübschen auch verdient, denkt dran, bis zum 31. Oktober könnt ihr eurer Berliner Stammkneipen-Juwel noch auf die Nominierungsliste befördern. Einfach hier entlang >>> und schon könnte sie zu den Top-Renovierungs-Kandidaten gehören.