Maison Moschino – Ein Ballkleid für eine Nacht

13. April 2011


Bunt, auffällig, überzogen – eben einfach unangepasst anders-so könnte man wohl die Mode des Labels Moschino bezeichnen. Im Sinne seines Erfinders werden seit Jahren überspitzte Designs für den Modeolymp kreiert. Und auch das gleichnamige Hotel Maison Moschino wird dem Anspruch an ferne, phantasievolle Welten gerecht. In einem ehemaligen Mailänder Bahnhof werden Träume – gesponnen aus luftigen Wolken, seidenen Kleidern und üppigem Grün-zum Mittelpunkt des Geschehens.

Und so wundert es kaum, dass bereits beim Betreten des neoklassizistischen Gebäudes eine Reise ins Wunderland beginnt. Die unverkennbar mit Moschino in Verbindung gebrachten Lampenschirme in Kleiderform begrüßen die Gäste im Foyer. Traumgespinste aus Wolken hängen von der Decke und rosenblätterbedeckte Sessel laden zum Verweilen ein.

Und hat sich der Gast für eines der surrealistischen Zimmer entschieden, geht das Erlebnis Designhotel erst richtig los. „The forest“ oder „Zzzzzz“ heißen z. B. zwei der 63 individuell gestalteten Zimmer und Suiten,  die viel mehr sind als reine Schlafstätten.

In einem Ballkleid zu schlafen, hat sicher viele Kleine-Mädchen-Träume beflügelt und auch Alices Reise zu Hutmacher und Herzkönigin ist den meisten bekannt. Dass man aber selbst als Erwachsener die Chance hat, neben übergroßen Tassentischen zu sitzen und in feenwaldähnlichen Betten zu schlafen, verdanken wir dem Kreativteam um Moschino-Chefdesignerin Rossella Jardini.

Wie beeindruckend das Ergebnis ausfällt, sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen und bei Ihrem nächsten Besuch in der Modemetropole Mailand dem Hotel Maison Moschino „Guten Tag“und der realen Welt für ein paar Stunden „Lebewohl“sagen.


Der Zufall will es, dass just in dieser Woche die Milan Design Week ihre Tore geöffnet hat. Noch bis Sonntag gastiert die internationale Möbel- und Interior-Riege in der zweitgrößten Stadt Italiens und zeigt ihr Bild von zukünftiger Einrichtung.

(Vorschaubild Quelle: hotelphilosophy)