Wände sprechen Bände

22. Oktober 2010


Was alles zu Tage treten kann, wenn man ein Gebäude aus der Zeit der Aufklärung restauriert, zeigt das Schweizer Cháteau de Prangins. Eine prächtige Tapetensammlung ist der Lohn für diese Mühen, die neben den hauseigenen Fundstücken auch die umfangreiche Geschichte der Tapeten von den ersten Fladerpapieren des 16. Jahrhunderts bis zu den zeitgenössischen Kreationen von Olivier Mosset oder Francis Baudevin zeigen und das Herz jedes Tapetenfreundes höher schlagen lassen.

Das Schweizer Nationalmuseum macht all diese Raritäten seit dem 8. Oktober einer breiten Masse zugänglich und öffnet damit die Türen in eine längst vergessen und verloren geglaubte Welt.

Einige der Ausstellungsstücke sind direkte Bewohner des Cháteaus, sie repräsentieren das zentrale Erbe der von der Mitte des 18.Jahrhunderts bis zu den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts reichenden Geschichte von Schloss Prangins, das unter größtem Aufwand restauriert worden ist. Neben den umfangreichen und bisweilen einzigartigen Wandbelägen begleiten Tagungen und andere Veranstaltungen die Ausstellung, die noch bis zum 1. Mai 2011 vor Ort zu sehen sein wird. Anschließend wird sie nach Lausanne umziehen.

Jeder, der an dieser Stelle etwas mehr über die Schweizer Tapetenkultur erfahren möchte, hat zum einen die Möglichkeit, der Ausstellung “Wände sprechen Bände” einen Besuch abzustatten oder den die Ausstellung begleitenden Bildband zu erstehen.  In jedem Fall sind diese liebevoll und aufwändig restaurierten Exemplare der Wandbekleidungskunst mindestens einen zweiten Blick wert.

Musée national suisse – Château de Prangins

CH – 1197 Prangins
T. + 41 (0)22 994 88 90
info.prangins@snm.admin.ch
www.chateaudeprangins.ch
www.papierspeints.ch

(Vorschaubild Quelle: Schweizer Nationalmuseum)